Tipps zum Umweltschutz

Plastikmüll vermeiden…Umweltschutz

Vor zwei Tagen wurde wieder einmal unser Plastikmüll abgeholt. In einem Monat sammelt sich so einiges an. Fast an jedem Haus standen 5-8 Säcke zur Abholung. Wir haben auffällig wenig Müll produziert und zwar nur 2 Säcke.
Das wir unseren Plastikmüll soweit reduzieren konnten hängt mit folgenden Tatsachen zusammen:

1. Wir kaufen keine Plastikflaschen und Sprudeln unser Wasser selbst auf. Zusätzlich wird für andere Geschmacksrichtungen ein Sirup eingefüllt. Das Leitungswasser wird zudem ständig in Laboren untersucht. Man kann die Flaschen vor dem Sprudeln in den Kühlschrank stellen und hat somit schön gekühltes Wasser. Zum Sport nimmt man sich eine Auffüllflasche mit und ist damit auch bestens versorgt. Mir ist aufgefallen, dass wir seit dieser Zeit viel mehr Wasser trinken und damit auch einen Gesundheitsbeitrag für unsere Haut leisten.

2. Ein Joghurtbereiter mit 14 Glasbehältern wurde angeschafft und damit werden in der Woche 2x 7 Joghurt hergestellt. Man kann den Joghurt mit Biokulturen oder einem einfachen gekauften Biojoghurt herstellen. Den Inhalt verteilt man auf 7 Gläser und füllt 1 Liter H-Milch (aus der braunen Flasche) dazu und verrührt den Inhalt mit einem Teelöffel. Danach stellt man die Gläser in das dazugehörige Elektrogerät (13 Watt) und lässt die Kulturen 9-10 Stunden bei ca. 40 Grad Celsius arbeiten. Anschließend stellt man den Joghurt in den Kühlschrank zum Abkühlen. Es ist immer wieder ein Genuss diesen Joghurt zu essen. Man kann aber auch Früchte aus dem eigenen Garten oder Marmelade dazufügen. Ohne Farbstoffe und Geschmacksverstärker…!!! Von den 7 Gläsern verwahrt man einen Joghurt zur Herstellung von 7 neuen Gläsern. Falls der Joghurt irgendwann zu dünn wird, nimmt man einen neuen gekauften Biojoghurt. So kann man natürlich auch günstig laktosefreien Joghurt selber herstellen. Joghurt kann auch zur Herstellung von Kuchen, Salatsoßen und Flammkuchen genommen werden.

3. Obst, Gemüse, Kartoffeln und Zwiebeln kann man ohne Verpackungen gut auf Obsthöfen und Märkten einkaufen. Gerne werden Stofftaschen von den Verkäufern/Verkäuferinnen befüllt. Neuerdings erhält man auch Stoffnetze zum Kauf in Lebensmittelgeschäften. Man kann darin seine Waren einpacken, ein Klebeetikett darauf anbringen und die Stoffnetze wiederverwenden. Sie sind waschbar bei niedrigen Temperaturen.

4. Beim Metzger stellt man Plastikdosen in der gewünschten Größe auf ein Tablett. Danach wird die jeweilige Dose gewogen und mit den Fleisch- und Wurstwaren befüllt. Selbstverständlich wird das Gewicht von den Behältern beim Preis abgezogen. Aus hygienischen Gründen dürfen die Behälter nicht ohne Tablett hinter die Theke.

5. Reinigungsmittel sind in Kanistern billiger und man hat einen Vorrat. Zum Abfüllen kleinerer Mengen, kann man sich alte Reinigungsflaschen verwahren. Eigentlich benutzen wir sowieso zu viele Reinigungsmittel. Ein Essigreiniger erspart uns viele andere teure Reinigungsmittel.

6. Wer kennt nicht das Problem mit verklebten Haaren vom Haarspray? Ich hatte jahrelang Rückstände in meinen Haaren, die ich auch nicht richtig auskämmen konnte. In Kosmetikartikeln ist immer wieder Plastik enthalten. Beim Friseur hatte sich ein tolles Haarspray für mich gefunden- aber teuer mit 15 Euro für 300 ml. Ich beschloss im Internet nach Alternativen zu suchen und fand 3 oder 4 Haarsprays zur Selbstherstellung. Dabei war Bier noch das Einfachste. Eine Pumpflasche vom Haarspray mit Bier befüllen und ganz fein den Nebel aufs Haar sprühen. Keine Angst: Der Biergeruch ist in kürzester Zeit verzogen!

7. Ein tolles Handpeeling kann man sich leicht mit Olivenöl und Zucker herstellen. Man stellt sich eine kleine Menge für den sofortigen Gebrauch her und reibt ca. 1 Minute die Hände damit ein. Danach wäscht man den Peeling ab und tupft die Hände leicht trocken. Die Hände sagen „Danke für diese Pflege“.

8. Ei-Shampoo lässt sich auch ganz leicht herstellen. Man schlägt 1-2 Eier mit der Gabel auf und reibt die angefeuchteten Haare damit ein. Eine Einwirkzeit von 30 Minuten verstärkt die Wirkung wie eine Kur. Man wickelt sich ein altes Handtuch über den Kopf und nach der Einwirkzeit wäscht man das Ei aus dem Haar. Unsere Großmütter kannten diese Tricks alle schon. Auch eine Essigspülung wurde zu Großmutters Zeiten verwandt. Die Haare wurden wunderbar weich und glänzend!

9. Das Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten sind garantiert ohne Verpackung. Manchmal mögen die Schnecken ja auch unser Gemüse. Dazu kann man das Gemüse für 5 Minuten in Wasser legen und ein kleines Päckchen Natron dazugeben. Anschließend das Gemüse wie gewohnt weiterverarbeiten.

10. Plätzchen kann man so schön selber backen. Man hat keine Pappe, Plastik oder Folie.

Weitere Tipps und Tricks findet man ganz schnell im Internet.

Redakteurin: Eva Cramer